Gemeinsam handeln – jetzt
EEG-Novelle und Netzpaket
5.–19. Oktober 2026
Die entscheidende parlamentarische Phase für EEG-Novelle und Netzpaket steht unmittelbar bevor. Aus Sicht unserer Initiative greifen die vorliegenden Entwürfe wesentliche Einwendungen der Erneuerbare-Energien-Branche nicht ausreichend auf.
Deshalb wollen wir die laufende fachpolitische Arbeit der Verbände und Unternehmen mit einer gemeinsamen Medien-, Öffentlichkeits- und Bürgerkampagne verstärken.
Die gemeinsame Forderung
Wenn in der verbleibenden Zeit kein tragfähiger Rahmen erreicht werden kann, sollen EEG-Novelle und Netzpaket verschoben werden.
Zum Jahresende sollten ausschließlich die zwingend notwendigen Übergangsregelungen beschlossen werden. Anschließend wird die Reform mit der notwendigen Sorgfalt weiterentwickelt.
Warum wir jetzt gemeinsam handeln wollen
Aus Sicht unserer Initiative ist die derzeitige Situation alarmierend: Das Bundeswirtschaftsministerium unter Ministerin Katherina Reiche hält in den vorliegenden Gesetzentwürfen weitgehend an seiner ursprünglichen Linie fest. Wesentliche Einwendungen und Vorschläge der Erneuerbare-Energien-Branche finden sich darin nach unserer Einschätzung nicht oder nur unzureichend wieder.
Die vorgesehenen Regelungen drohen den weiteren Ausbau der Erneuerbaren Energien erheblich zu erschweren, Investitionen auszubremsen und damit Unternehmen und Arbeitsplätze in einer der wichtigsten Zukunftsbranchen Deutschlands zu gefährden.
Gleichzeitig fehlt weiterhin ein überzeugendes Gesamtsystem für die nächste Phase der Energiewende. Ein Beispiel dafür ist die Rolle der Speicher. Sie sind für ein zunehmend auf Wind- und Solarenergie basierendes Energiesystem von zentraler Bedeutung, erhalten im vorgesehenen regulatorischen Rahmen aus unserer Sicht aber weiterhin nicht den notwendigen Stellenwert.
Die Verbände der Erneuerbaren Energien arbeiten intensiv daran, Verbesserungen an den Gesetzesvorhaben zu erreichen. Diese Bemühungen müssen fortgesetzt werden. Doch die verbleibende Zeit ist inzwischen äußerst knapp.
Verschieben statt eine unzureichende Reform beschließen
Aus unserer Sicht sind EEG-Novelle und Netzpaket in ihrer gegenwärtigen Form nicht verabschiedungsreif.
EEG-Novelle und Netzpaket verschieben.
Statt jetzt unter großem Zeitdruck weitreichende neue Rahmenbedingungen zu beschließen, sollte zum Jahresende lediglich ein begrenztes Übergangs- bzw. Notpaket verabschiedet werden.
Dieses muss diejenigen Regelungen enthalten, die zwingend erforderlich sind, um Investitions- und Planungssicherheit über den Jahreswechsel hinaus zu gewährleisten. Dazu gehören beispielsweise notwendige Regelungen zur Einspeisevergütung sowie zu den Ausschreibungen für Wind- und Solarenergie.
Anschließend muss die grundlegende Reform mit der notwendigen Sorgfalt und unter angemessener Berücksichtigung der Vorschläge der Erneuerbare-Energien-Branche weiterentwickelt werden.
Wir haben bereits gezeigt, was möglich ist
Der Verband EnergieErzeugende Gebäude (VEEG) und die Energy Watch Group (EWG) haben mit der Kampagne „Solarstrom statt Erdgasstrom“ bereits eine umfangreiche politische und mediale Mobilisierung durchgeführt.
Im Rahmen der Aktion wurden rund 25.000 Bürgerinnen- und Bürgerbriefe physisch an Bundestagsabgeordnete zugestellt. Begleitet wurde die Briefaktion von Veranstaltungen, Interviews, Videos und einer umfangreichen Social-Media-Kommunikation. Die verschiedenen Veröffentlichungen erzielten zusammen rund vier Millionen Aufrufe.
Organisation, Medienproduktion und Publikation der bisherigen Aktionen erfolgten durch das Projekt „Leben mit der Energiewende“. Auf diesen Erfahrungen und den bereits vorhandenen Strukturen wollen wir nun aufbauen.
Die gemeinsame Aktion vom 5. bis 19. Oktober 2026
Veranstaltung & Pressekonferenz
Im Haus der Bundespressekonferenz in Berlin soll kurz vor den Demonstrationen rund um den 9. Oktober eine gemeinsame Veranstaltung/Pressekonferenz stattfinden.
Aufzeichnung & Verbreitung
Die gesamte Veranstaltung wird professionell aufgezeichnet und anschließend über die beteiligten Medien und Social-Media-Kanäle verbreitet.
Einzelinterviews
Verbände, Unternehmen und anwesende Bundestagsabgeordnete erhalten die Möglichkeit, ihre Position und ihre Argumente sichtbar einzubringen.
Rund 100 Social-Media-Clips
Aus Veranstaltung und Einzelinterviews sollen kurze Clips für YouTube, Instagram, TikTok, X, Facebook und weitere Kanäle entstehen.
Neue Bürgerbriefaktion
Über das bestehende Online-Brieftool sollen Bürgerinnen und Bürger ihre Wahlkreisabgeordneten direkt erreichen – digital und zusätzlich physisch.
Direkte Fachgespräche
Parallel werden Gespräche mit den für EEG-Novelle und Netzpaket zuständigen Fachpolitikerinnen und Fachpolitikern geführt.
Organisation und Medien
Organisation, Produktion und Publikation der Aktion übernimmt das Projekt „Leben mit der Energiewende“, das bereits die bisherigen Aktionen umgesetzt hat.
Alle im Rahmen der Aktion produzierten Medien – Gesamtveranstaltung, Interviews und Social-Media-Clips – stehen allen teilnehmenden Verbänden und Unternehmen zur eigenen Kommunikation und Veröffentlichung zur Verfügung.
Finanzierung
Für Veranstaltung, Organisation, Produktion, Postproduktion, Social-Media-Aufbereitung und Bürgerbriefaktion ist ein festes Gesamtbudget von 17.500 Euro vorgesehen. Ein Teil dieses Budgets ist bereits finanziell gesichert.
Variable Bürgerbriefkosten laut Aktionspapier: Ausdruck und Kuvertierung 0,25 € je Brief; Kontrolle, Druckvorbereitung und Versand 0,10 € je Brief.
Gemeinsam mehr Wirkung erzielen
Wenn EEG-Novelle und Netzpaket in der verbleibenden Zeit nicht zu einem tragfähigen Rahmen für den weiteren Ausbau der Erneuerbaren Energien weiterentwickelt werden können, müssen sie verschoben werden.
Die zum Jahresende zwingend erforderlichen Regelungen werden mit einem begrenzten Übergangspaket abgesichert.
Einladung
Wir laden Verbände und Unternehmen der Erneuerbaren Energien ein, diese Aktion gemeinsam zu tragen.
Frank Farenski
Leben mit der Energiewende
farenski@lebenmitderenergiewende.de
0172 3807425
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